Unvergessen

Totengedenkfeier bei der „Laurentiushöhe“

Der November ist bekanntlich der Monat, in dem üblicherweise der Verstorbenen gedacht wird. So auch in der „Laurentiushöhe“.

Benedikt Heselhaus, Seelsorger in der Einrichtung, lud deshalb am 17. November in die Hauskapelle ein. Im Rahmen einer kleinen Andacht machte er noch einmal deutlich, dass Verstorbene nicht komplett in eine andere Welt entrückt sind, solange es Menschen gibt, die sich liebevoll an sie erinnern. Und so erinnerte er dann anschließend namentlich an die 29 Mitbewohner*innen, die seit November 2021 entschlafen sind. Beim Verlesen der Namen wurde jeweils ein Teelicht entzündet und auf den Altar gestellt.

Nach dem Gottesdienst kam es dann noch zu einer weiteren Zeremonie: Im Rahmen der Abschiedskultur gibt es nämlich seit letztem Jahr in der „Laurentiushöhe“ den Brauch, die Namen der Verstorbenen jeweils auf ein hölzernes Blatt zu schreiben. Diese werden dann an dem sogenannten „Lebensbaum“ im Eingangsbereich aufgehangen. Der trägt normalerweise grüne Holz-Blätter als Zeichen des Lebens; wenn jemand verstirbt, wird ein Blatt auf die braun-bemalte Rückseite gedreht und der Vorname sowie das Sterbedatum mit dem „Brennpeter“ eingraviert. Das soll symbolisch verdeutlichen, dass für diesen Verstorbenen der „Herbst“ seines Lebens gekommen ist und sein „Lebensblatt“ nun „verwelkt“ ist. So füllt sich innerhalb eines Jahres der Baum nach und nach mit den herbstlich braunen Blättern der Verstorbenen. Im November -anlässlich und im Rahmen der jährlichen Totengedenkfeier- werden diese Blätter dann vom Baum abgenommen und auf dem Vorplatz der Einrichtung in einer Feuerschale verbrannt. Die entstandene Asche wird anschließend auf der die Einrichtung umgebenden Wiese verstreut.

Mögen die lieben Verstorbenen des letzten Jahres nun in Frieden ruhen – ohne aber in Vergessenheit zu geraten!

 

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