Schwesternverband setzt neuen Meilenstein bei Zukunftsprojekt

Grundsteinlegung für neue Einrichtung für Menschen mit Beeinträchtigung

 

Der Schwesternverband lud zur offiziellen Grundsteinlegung seiner neuen Einrichtung in Ottweiler am „alten Weiher“ für erwachsene mehrfachbehinderte Menschen. Das neue Haus ist eine Entflechtungsmaßnahme der „Häuser im Eichenwäldchen“ in der Fürther Straße in Ottweiler.

Seine Angebote für Menschen mit Beeinträchtigung zukunftsfähig zu machen, ist eine Aufgabe, der sich der Schwesternverband seit einigen Jahren stellt.  Wollt man in den 1960er Jahren, als das Pflegeheim „Seid getrost“ in Ottweiler gegründet wurde, Fürsorge für die Menschen mit Behinderung schaffen und Trost für die Angehörigen, so ist heute das Stichwort Inklusion. Die Menschen sollen mittendrin leben, in der Stadt. Es sollen Begegnungsmöglichkeiten entstehen und die Assistenz für selbstbestimmte Menschen auf Augenhöhe steht im Vordergrund. Vor rund zehn Jahren startete der Schwesternverband deshalb eine Zukunftsinitiative, die Wohn- und Betreuungsangebote individueller an die Bedürfnisse der Bewohner*innen anzupassen. Mit dem „Wohnen für Kinder und Jugendliche“ und dem „Haus am Mühlenweg“ in Fürth wurde die Teildezentralisierung der „Häuser im Eichenwäldchen“ gestartet. Seitdem ist viel geschehen. Zuletzt wurde im Mai 2019 ein Neubau auf dem Gelände der „Häuser im Eichenwäldchen“ abgeschlossen.

Im Sommer wurde ein weiterer Meilenstein gesetzt und der Bau einer neuen Einrichtung hat begonnen: Wohnen für erwachsene mehrfachbehinderte Menschen mit externer Tagesstruktur. Dazu hat der Schwesternverband nun zu einer offiziellen Grundsteinlegung eingeladen. Der Neubau befindet sich in zentraler Lage von Ottweiler am „alten Weiher“ und ist unter anderem als Nachfolgeeinrichtung für volljährig gewordene Klienten des „Wohnen für Kinder und Jugendliche“ zu betrachten. Auch Bewohner*innen der „Häuser im Eichenwäldchen“ werden hierher umziehen. 24 Wohnplätze in Wohngruppen und acht Kurzzeit-Wohnplätze werden ab Herbst 2020 zur Verfügung stehen.

Thomas Dane, Vorstandsvorsitzender Saarländischer Schwesternverband e.V., begrüßte die Gäste. Über 3 Millionen Euro wird der Schwesternverband hier selbst investieren. Er bedankte sich bei Jürgen Raber, der für das Projekt sein Grundstück veräußerte.  Landrat Sören Meng und Bürgermeister Holger Schäfer gratulierten in ihrem Grußwort zu diesem Schritt. Thomas Dane hob in seiner Ansprache auch den Einsatz von Bürgermeister a. D. Hans-Heinrich Rödle hervor, der die Zukunftsinitiative des Schwesternverbandes maßgeblich mit auf den Weg gebracht hat.

Thomas Dane, Sören Meng und Holger Schäfer unterzeichneten eine Urkunde, die dann, mit Hilfe von Michael Rohm, ein Bewohner der Häuser im Eichenwäldchen, in einer Kartusche im Grundstein versenkt wurde.

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