Mit einem guten Gefühl in den Feierabend

Mutter und Tochter arbeiten im „Wohnen an den Kastanien“ in Heiligenwald

Bianca Buschlinger arbeitet seit Ende 2022 beim Schwesternverband. Sie ist Mutter von fünf Kindern und arbeitet in Teilzeit im „Wohnen an den Kastanien“ in Heiligenwald. Kann das funktionieren? Sehr gut sogar, wie Bianca Buschlinger und auch die Einrichtungsleiterin Dorothée Debuse bestätigen. Verkürzte planbare und verlässliche Dienste sind die Lösung, die für die fünffache Mutter gefunden wurde.

Bianca Buschlinger wollte schon immer in die Pflege. Zuerst absolvierte sie ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Pflegeeinrichtung für Senioren, was ihr so gut gefiel, dass sie dort 2005 eine Ausbildung zur Pflegehilfskraft anschloss. Nach einiger Zeit in Elternzeit erzählte ihr eine Freundin vom Schwesternverband und einer Kinderwohneinrichtung in Ottweiler, wo diese tätig war. Also bewarb sich Bianca Buschlinger initiativ. Ihr wurde eine Stelle in Heiligenwald angeboten. Nach einem Probearbeiten war ihr schnell klar: „Hier will ich nicht mehr weg.“ Warum? Für Bianca Buschlinger ist es eine Herzensangelegenheit: „Ich liebe die Menschen, es sind ganz besondere Menschen und es geht mir ans Herz, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Es fühlt sich einfach gut an und ich gehe immer mit einem guten Gefühl nach Hause.“ Als Pflegehilfskraft gehört nicht nur die klassische Pflege zu ihren Aufgaben. Sie reiche auch Essen an oder spiele auch mal mit den Bewohner*innen auf dem Wohnbereich ‚Mensch ärgere dich nicht‘. Die Arbeitseinsätze seien für sie ebenso ideal. Den Dienstplan bekommt die 38-Jährige einige Wochen im Vorfeld, sodass sie Familie, Freizeit und Arbeit gut vereinbaren kann. Bei den Arbeitszeiten sei ihr die Leitung entgegengekommen. So beginne ihre Frühschicht erst um acht Uhr, wenn die Kinder in der KiTa oder in der Schule sind und ende bereits um 13 Uhr, damit sie rechtzeitig wieder zuhause ist. Sie übernehme auch gerne Spät- oder Nachtschichten, die ebenso zeitlich für sie angepasst wurden, dann sei ihr Mann zuhause und sie könne morgens schlafen, wenn die Kinder aus dem Haus sind. „Da sind mein Partner und ich ein eingespieltes Team. Und zur Not kann auch mal die Oma einspringen“, lächelt Buschlinger.

Beim Sommerfest habe auch ihre älteste Tochter das „Wohnen an den Kastanien“ kennengelernt: „Sie hatte auch an der Kuchentheke geholfen und verbrachte den ganzen Tag in der Einrichtung. Als wir abends nach Hause gegangen sind, meinte sie, sie wolle auch hier arbeiten.“ Gesagt, getan. Nach einem Praktikum startete die 16-Jährige im Sommer 2023 ihre Ausbildung als Sozialassistentin in Heiligenwald.

Manchmal ist Bianca Buschlinger froh, ‚nur‘ eine Pflegehilfskraft zu sein und nicht so viel Verantwortung zu haben. An anderen Tagen bereut sie es, nicht doch die Fachkraft-Ausbildung angeschlossen zu haben. Aber beim Schwesternverband ist das natürlich möglich. Ganze 43 Auszubildende waren im vergangenen Jahr über 40 Jahre alt. Neun davon sind sogar bereits über 50 Jahre. Also los!  www.ausbildung.schwesternverband.de 

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