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25.04.2017

Freude daran haben, Menschen zu unterstützen

Oliver Feldmann lernt den Beruf des Heilerziehungspflegers


Oliver Feldmann befindet sich im 3. Ausbildungsjahr zum Heilerziehungspfleger bei der Akademie des Schwesternverbandes in Neunkirchen. Nach erster Berufserfahrung als gelernter Bäcker und einem Theologiestudium ist sich der 30-Jährige sicher, in der Heilerziehungspflege nun nicht nur einen neuen Beruf, sondern seine Berufung gefunden zu haben.
Die Vielseitigkeit dieses „Mischberufes“, die Aspekte der Pflege, Pädagogik und Medizin, habe ihn zu Beginn der Heilerziehungspflege-Ausbildung gereizt. „Hätte ich Soziale Arbeit studiert, wäre ich vielleicht im Büro gelandet, aber ich wollte noch näher mit den Menschen zusammenarbeiten.“ Bereits im Vorkurs merkte er, dass er als Heilerziehungspfleger hier genau richtig war. Er habe im ersten Jahr in seiner Praxisstelle, den „Häusern im Eichenwäldchen“ in Ottweiler, die Bewohner kennengelernt und einen Gesamtüberblick über das Arbeitsfeld in einer stationären Einrichtung bekommen. Am theoretischen Schulunterricht gefalle ihm nun, dass die verschiedenen Themen immer aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden. Das liegt an dem multiprofessionellen Team der Lehrkräfte, zu denen Pfleger, Ärzte und Studierte gehören. Die gelernte Theorie könne in mehreren Praktika, die während der Schulzeit stattfinden, dann direkt in der Praxis angewendet werden.
Schüler, die diesen Beruf erlernen möchten, sollten seiner Meinung nach bereit sein, Verantwortung zu übernehmen. Weiter sei Empathie eine wichtige Eigenschaft, die man mitbringen müsse: „Man darf nicht sich in den Vordergrund stellen, sondern muss auf die Menschen mit Behinderung eingehen, deren Wünsche und Bedürfnisse erkennen und sie unterstützen wollen.“ Dazu sei es auch notwendig, eigenes Temperament zu zügeln und im Team zu arbeiten. Auch die Schichtarbeit müsse man, zumindest im stationären Bereich, in Kauf nehmen.  
„Schüler sollten sich zu Beginn der Ausbildung fragen, warum sie den Beruf lernen wollen“, sagt Feldmann. Die Motivation sei enorm wichtig, denn reich werde man in der Pflege nicht. Aber wenn man gerne mit Menschen zusammenarbeitet und bereit ist, Teil einer Familie zu werden, dann sei man genau richtig: „Der Wohnbereich ist das Zuhause des Bewohners und die Mitarbeiter sind wie eine Familie; man muss ein Teil dieser Familie werden wollen.“ Die Idee hinter den Einrichtungen sei die christlich geprägte Nächstenliebe, sagt Oliver Feldmann. Diese Idee dürfe nicht verloren gehen und er selbst liebe die Nähe zu den Menschen.
In der Akademie des Schwesternverbandes in Neunkirchen ist die Ausbildung zum/r Heilerziehungspfleger sowie zum Altenpfleger möglich. Handelt es sich bei der Altenpflege-Ausbildung um eine klassische Berufsausbildung in einer Einrichtung der Wahl im Wechsel mit dem theoretischen Berufsschulunterricht, bezeichnet man die Heilerziehungspflege-Ausbildung als eine Fachschulausbildung. Voraussetzung ist ein einjähriger Vorkurs, danach folgen zwei Fachschuljahre, denen sich ein Anerkennungsjahr in der Praxis anschließt.

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