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18.10.2011

Einigung auf neuen Tarifvertrag

Schwesternverband und ver.di vereinbaren außerdem 3% Lohnsteigerung


Der Saarländische Schwesternverband e.V. in Ottweiler und die Gewerkschaft ver.di haben einen neuen Tarifvertrag für die rund 2.000 Beschäftigten des überregional tätigen Sozialträgers paraphiert. Das Tarifwerk bedarf nun noch der Zustimmung der jeweils zuständigen Gremien.

Bestandteil des Tarifabschlusses ist eine Lohnerhöhung von 3 % rückwirkend zum 01.09.2011. Ebenfalls rückwirkend zum 01.10.2011 soll die Vergütungsstruktur umgestellt werden, um gesuchte Fachkräfte attraktiv zu entlohnen. Aufgrund einer weitreichenden Besitzstandssicherung für alle Beschäftigten wird diese Umstellung für den Schwesternverband mit einer Personalkostensteigerung von weiteren 4% verbunden sein.
Im Übrigen ist der Manteltarifvertrag unter Beibehaltung der 38,5-Stunden-Woche völlig neu gefasst worden. Er enthält auch Regelungen zur Einführung von Arbeitszeitkonten, über die die Mitarbeiter selbst verfügen können sowie die Einführung von Rahmenschichtplänen, um langfristig verbindliche und damit für die Beschäftigten planbare Dienstzeiten erreichen zu können.

Der bisherige Tarifvertrag war zum 30.09.2010 gekündigt worden. Seit November 2010 wurden intensive und konstruktive Tarifverhandlungen geführt. Herausgekommen ist „ein beachtliches Tarifwerk, das den Vergleich mit anderen Tarifverträgen in der Sozialwirtschaft nicht scheuen muss“, erklärt Michael Quetting für ver.di.

„Wir sind bis an die Schmerzgrenze gegangen“, fasst Thomas Dane, der Vorstandsvorsitzende des Schwesternverbandes, das Verhandlungsergebnis für den Träger zusammen. „Wir sind aber sicher, dass uns der neue Tarifvertrag auf dem Arbeitsmarkt hilft, die besten Kräfte für die verantwortungsvollen Aufgaben im Bereich der Alten- und Behindertenhilfe in Zukunft zu meistern.