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30.08.2018

„Einen alten Baum verpflanzt man nicht“

Pflegedienst und weitere Einrichtungen im Glantal geplant


Der Schwesternverband verbessert die Versorgung alter Menschen im Glantal. Nach der erfolgreichen  Eröffnung der Pflegeeinrichtung „Haus im Glantal“ in Altenglan im März 2016 wird das Angebot bis Ende des kommenden Jahres deutlich erweitert.

Als ersten Schritt will der Schwesternverband in der Region auch ambulante Pflege anbieten. Derzeit laufen die Vorbereitungen, um im Herbst dieses Jahres mit einem ambulanten Pflegedienst, der auch hauswirtschaftliche Leistungen anbietet, an den Start zu gehen. Nächster Baustein eines umfassenden Versorgungskonzeptes werden weitere Senioren-Wohnungen und eine Tagespflege sein. „Es besteht ein deutlicher Bedarf in der Region an ambulanten Leistungen um die Menschen in ihren eigenen Wohnungen oder Häusern zu versorgen“, erläutert Thomas Dane, der Vorstandsvorsitzende des Saarländischen Schwesternverband e.V. Und er ergänzt: „Eine solitäre Tagespflege, die zum einen pflegende Angehörige entlastet und den älteren Menschen durch die Gemeinschaft neue Impulse gibt, existiert bisher im ganzen Umkreis nicht.“
Das auf Pflegeimmobilien spezialisierte Unternehmen Projekta Sozialimmobilien aus Prüm, das 2016 schon das „Haus im Glantal“ mit 98 Pflegeappartements und Senioren-Wohnungen errichtet hat, wird auf der Fläche des früheren, schon abgerissenen alten Bahnhofs einen dreigeschossigen Neubau errichten, der neben der Tagespflege im Erdgeschoss noch zehn seniorengerechte Wohnungen umfasst. Das Gebäude soll im Herbst 2019 bezugsfertig sein.

Ebenfalls gebaut wird auf der anderen Straßenseite, dem ehemaligen Postgebäude, das der Schwesternverband ebenfalls anmieten wird. Hier sind ab kommenden Sommer im rechten Gebäudeteil als erster Bauabschnitt vier Wohnungen und eine Physiotherapiepraxis geplant. Vermieter sind hier Karl-Heinrich Klinck und Stephan Reiter, die das unter Denkmalschutz stehende Gebäude nach den Vorgaben der Denkmalbehörde und mit moderner Technik wieder herrichten. Dies wird sich in das Gesamtbild der Anlage integrieren.

Als vorerst letztes Vorhaben in der Region  soll bis Ende 2019 in Offenbach-Hundheim eine weitere Pflegeeinrichtung mit 45 Einzelzimmern und weiteren Senioren-Wohnungen entstehen. Auch diese Einrichtung wird von der Projekta Sozialimmobilien GmbH schlüsselfertig gebaut werden.

„Einen alten Baum verpflanzt man nicht“, sagt Thomas Dane „Die Menschen möchten in Ihrer Heimatregion alt werden. Das ist gerade in ländlichen Regionen eine Herausforderung, der sich der Schwesternverband immer wieder gerne stellt. Mit unserem Netzwerk-Konzept, das den pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen viele Angebote macht und auf sich verändernde Bedarfe reagiert, können die Senioren ihre sozialen Beziehungen trotz Pflegebedürftigkeit weiter erhalten.“



Das neue Gebäude für Tagespflege und Wohnen in Altenglan.