Grundsätzlich ist zwischen häuslicher Pflege, einer teil- und einer vollstationären Pflege, also einem Umzug in ein Seniorenheim, zu unterscheiden.
Die häusliche Pflege leisten überwiegend Angehörige. Dadurch kann eine hilfebedürftige Person in ihrer eigenen Wohnung bleiben. Allerdings ist zu empfehlen, dass die pflegende Person sich vorher bewusst wird, dass sie auf einen Teil der persönlichen Freiheit verzichtet. Um auf Dauer die Kraft und Geduld für die Pflege und Betreuung aufzubringen ist eine Entlastung durch weitere Familienangehörige, einen Pflegedienst oder angestellte Kräfte zu empfehlen.
Bei der Beschäftigung von Arbeitskräften ist zu beachten, dass der/die Verantwortliche als Arbeitgeber fungiert und damit u.a. die Pflicht hat Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuer abzuführen.
Zunehmend werden ausländische Arbeitskräfte für die Pflege angeboten. Beachten Sie hier, dass eine Beschäftigung ohne Arbeitserlaubnis eine Ordnungswidrigkeit ist. Die Nichtabführung von Sozialversicherungsbeiträgen erfüllt den Tatbestand der Schwarzarbeit und kann mit hohen Geldbußen und Freiheitsstrafen geahndet werden.
Ambulante Pflegedienste leisten die so genannte Grund- und Behandlungspflege, also Körperpflege, Verabreichung von Nahrung und ärztlich verordnete Maßnahmen. Viele ambulante Pflegedienste bieten zudem Essen auf Rädern an und haben auch hauswirtschaftliche Kräfte angestellt. Solche Dienste können Sie auch über Agenturen für haushaltsnahe Dienstleistungen bekommen. Mittlerweile sind auch eigene Betreuungsdienste am Markt, die keine pflegerischen Tätigkeiten übernehmen, aber z.B. bei dementen Personen stundenweise präsent sind.
In der Tagespflege werden ältere Menschen etwa bei Berufstätigkeit der pflegenden Person an einigen oder allen Werktagen betreut und gepflegt. Dazu gehört neben der notwendigen Pflege auch gemeinsames Essen undAngebote wie Singen, Gymnastik oder Gedächtnistraining. Die Einrichtungen der Tagespflege verfügen in der Regel über einen Fahrdienste, der die Gäste zuhause abholt und wieder zurückbringt.
Nachtpflege ist besonders bei dementen Menschen mit einem veränderten Tag-Nacht-Rhythmus hilfreich.
In Seniorenheimen werden pflege- und hilfebedürftige Menschen rund um die Uhr qualifiziert versorgt und leben in Gemeinschaft mit anderen älteren Leuten. Die Unterbringung erfolgt in Ein- oder Zweibett-Zimmern, die meist mit eigenen Möbeln zusätzlich ausgestattet werden können. Alle Bewohner erhalten Betreuung und Pflege, alle Mahlzeiten und therapeutische Angebote. Außerdem werden alle hauswirtschaftlichen Tätigkeiten wie Wäschewaschen und Reinigung übernommen.