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12.05.2015

Bewohner pilgern nach Trier

Ein Reisebericht


Am Morgen des 21. April brachen 3 Bewohner der Laurentiushöhe zusammen mit  einem Betreuer  zu einer 3-tägigen Pilgerwanderung auf. Die Pilgergruppe bestand aus 21 Teilnehmern verschiedener Behinderteneinrichtungen aus dem Bistum Trier – und zwar vom Kloster Ebernach, aus der Einrichtung Maria Grünewald in Wittlich, von den Barmherzigen Brüdern Saffig und natürlich aus der Laurentiushöhe.

Ausgangspunkt der Wanderung war das ehemalige Kloster St. Thomas in der Eifel, eine Bildungsstätte des Bistums Trier. Nach der etwa 1 ½ stündigen Bahnanreise gab‘s zur Ankunft vor Ort erst mal einen Steh-Kaffee, bevor man sich beim gegenseitigen Zuwerfen eines Garnknäuels näher kennenlernte und sich so symbolisch für die nächsten Tage miteinander „vernetzte“. Um die bunte Vielfalt aller Mitpilgernden bildlich darzustellen gestaltete dann jeder Teilnehmende noch (s)ein eigenes Pilgertuch aus einem etwa DIN A 3 großen Stoff-Stück. Gut gestärkt durch das Mittagessen und nach einem kurzen geistlichen Impuls am Klostertor machten sich dann alle Pilger auf den Weg ins etwa 5 Kilometer entfernte Kyllburg. Bei eitel Sonnenschein taten den erhitzten Köpfen einiger Wallfahrer schon bald die spontan darum geschlungenen Pilgertücher gute Dienste. Insgesamt ging es unterwegs sehr kommunikativ zu, denn jeder kam mal einem anderen Mit-Pilger spontan ins Gespräch und man wartete gegebenenfalls aufeinander, wenn jemand nicht so rasch der Gruppe folgen konnte. In Kyllburg angekommen war natürlich zunächst eine Erfrischung bei Eis und kühlen Getränken angesagt. Und ein reichhaltiges Abendessen nach dem Bezug der Zimmer in der bischöflichen Bildungsstätte auf dem Stiftsberg konnte dann auch alle hungrigen Pilger-Münder stopfen. Nach dem Essen klang der erste Pilgertag kreativ mit dem künstlerischen Gestalten von Brust-Kreuzen aus FIMO aus, was sichtlich jedem Teilnehmer Spaß machte und viele interessante Kunstwerke entstehen ließ. Danach sanken aber auch die meisten todmüde in ihre Betten.

Der 2. Tag begann nach dem Frühstück mit einem geistlichen Impuls vor der nahegelegenen Stiftskirche. Es wurde gemeinsam gebetet und gesungen und die am Vortag gestalteten Pilger-Tücher wurden symbolisch für die Wünsche und Gebete der Pilger an dem selbst gebastelten Kreuz befestigt. Nachdem die ersten Kilometer des Tages mit dem Zug zurück gelegt wurden, pilgerte die Gruppe ab Speicher bis nach Auw entlang der Kyll. In Auw angekommen wurde nach einer ausgiebigen Pause und einer Stärkung die dortige Kirche aufgesucht, um erneut gemeinsam zu beten und zu singen; jeder konnte bei dieser Gelegenheit seine eigene Fürbitte formulieren. Der letzte Teil des Weges nach Trier wurde erneut mit der Bahn zurück gelegt.
Nach dem Beziehen der Zimmer im Kloster St. Joseph, wo die Beherbergung für die Nacht vorgesehen war,, fuhr die Gruppe nach St. Mattheis. Dort stand Bruder Matthias für eine kleine Führung sowie alle Fragen der Pilger zur Verfügung. Im Anschluss daran bestand die Möglichkeit an der Vesper in der Klosterkirche teilzunehmen. Das Abendessen für die Pilger wurde im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Trier bereitgestellt Anschließend bildeten sich noch Kleingruppen, die den Tag in der Innenstadt z.B. bei einem Eis ausklingen ließen.

Am 3. Tag trafen die Pilgerwanderer auf zahlreiche Menschen aus verschiedenen anderen Einrichtungen, die für einen gemeinsamen Wallfahrts- Tag nach Trier gekommen waren. Die 3 Wanderer aus der Laurentiushöhe trafen auf einen Bus mit über 40 weiteren Wallfahrts-Teilnehmern aus der Laurentiushöhe. Das große Pilger-Zelt vor dem Dom in Trier war rasch gefüllt. Nach einer persönlichen Begrüßung durch den Bischof wurden auf der Bühne die Kunstwerke der Bewohner der Laurentiushöhe präsentiert, die bei dem vorhergehenden Projekt „Alles im Rahmen!?“ teilgenommen hatten. Die Künstler Jürgen B. und Tobias P. erklärten dabei dem Publikum, wie sie ihre Rahmen gestaltet hatten. Den Rest des Vormittags konnte man in den angebotenen Kreativ-Workshops verbringen oder an einer Domführung teilnehmen. Nach dem Mittagessen ging es zum feierlichen Wortgottesdienst in den Dom. Auch hier konnten die kunstvoll gestalteten Rahmen aus der Laurentiushöhe von allen Besuchern bewundert werden. Vor der Abfahrt nach Schwemlingen hatten die Teilnehmer noch die Möglichkeit, ein wenig in Trier zu bummeln, bevor alle müde und mit vielen neuen Eindrücken in den Bus stiegen, der sie nach Schwemlingen zurückbrachte.

 

 



Die Pilgergruppe