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17.01.2017

Ein neues Zuhause und ein neuer Job für Udo Biering

„Wohngruppen Sämannstraße“ sind schon wohnlich eingerichtet


Im Dezember ist Udo Biering, Klient des Schwesternverbands, von den „Häusern im Eichenwäldchen“ in die Neunkircher Sämannstraße umgezogen. Er ist einer von insgesamt 14 Klienten mit einer seelischen Behinderung und/oder einer Suchtmittelproblematik, die im Zuge der Teilzentralisierung der Pflege- und Betreuungseinrichtung für Menschen mit Behinderungen in Ottweiler, in neue gemeindenahe Einrichtungen umsiedeln.

„Der Umzug war stressig“, erzählt Udo Biering. „Wir hatten an dem Tag alle auf der Arbeit frei bekommen. Aber trotzdem waren viele Umzugskartons zu packen.“ Nachdem die Arbeit getan war, fühlten sich alle aber gleich sehr wohl. Das liegt auch an den beiden freundlich und wohnlich gestalteten Wohngruppen, in denen jeweils sieben Personen leben. Und zu Weihnachten war im Haus  natürlich eine entsprechende Dekoration vorzufinden. Jedem Bewohner steht ein möbliertes modernes Einzelzimmer zur Verfügung. Auch Bierings Zimmer ist schon fast vollständig ausgestattet. An der Wand hängt ein Foto mit einem Autogramm von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer. Daneben Erinnerungsbilder von Bierings Vater, der seinen Sohn fast jedes Wochenende besucht hatte, aber im letzten Jahr verstorben ist. Gemeinsam haben die beiden immer Fußballspiele geschaut.

Der zweigeschossige Neubau liegt zentral in der Kreisstadt. Das gefällt dem 53-Jährigen gut. Der Supermarkt sei gleich um die Ecke. Somit haben Biering und seine Mitbewohner die Möglichkeit, selbstständig und eigenverantwortlich alle Erledigungen des täglichen Lebens zu tätigen. Die Wege in die Stadt, um Freunde oder Bekannte zu treffen, waren zuvor von den „Häusern im Eichenwäldchen“ viel weiter. Die zentrale Lage der Wohngruppen sei daher ein großer Vorteil. Auch die Zimmer seien im neuen Gebäude viel schöner und moderner als in seinem ehemaligen Zuhause, findet Biering. Im „Eichenwäldchen“ in Ottweiler hat der aus Stennweiler stammende Biering fünf Jahre gelebt. Dort hat er auch seine Freundin kennen gelernt, mit der er seit einem Jahr liiert ist. Sie lebt ebenfalls in der Wohngruppe. Wegen des Umzugs in die neuen Räumlichkeiten, hat Biering auch seine Arbeitsstelle gewechselt. „Vorher habe ich in Urexweiler gearbeitet. Aber von Neunkirchen aus ist das zu weit. Jetzt arbeite ich seit Anfang Dezember in Spiesen-Elversberg“, erklärt er. Dort ist Biering bei der Gemeinde angestellt und hilft bei den Gärtnerarbeiten. In seiner Freizeit verbringt er viel Zeit mit den anderen WG-Bewohnern. Sei es beim gemeinsamen Kochen oder anderen Aktivitäten. Die Stadt hat Udo Biering zwar noch nicht erkundet, will das aber bald nachholen. Auf jeden Fall plant er, im Frühjahr im nahe gelegenen Ellenfeld-Stadion ein Fußballspiel von Borussia Neunkirchen anzuschauen.


Hintergrund:

Die „Wohngruppen Sämannstraße“ sind ein weiterer Schritt der Teildezentralisierung der „Häuser im Eichenwäldchen“ in Ottweiler. Der Schwesternverband schafft hierzu neue, gemeindenahe Wohn- und Betreuungsangebote für Menschen mit Behinderungen oder einer psychischen Beeinträchtigung, die den neuesten Standards entsprechen. Gefördert durch die „Aktion Mensch“ läuft die Dezentralisierung seit 2011. So wurde bereits das „Wohnen für Kinder und Jugendliche“ in Ottweiler im Jahre 2013 und die „Wohngruppen Unterer Markt“ in Neunkirchen ermöglicht.
In den „Wohngruppen Sämannstraße“ leben Klienten mit einer seelischen Behinderung und/oder einer Suchtmittelproblematik, die einer externen Beschäftigung nachgehen, d.h. eine Arbeit außerhalb der Einrichtung haben.

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Udo Biering fühlt sich schon sehr wohl in seinem neuen zu Hause in der Neunkircher Sämannstraße.