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21.04.2017

Aktiv im Alltag

Klienten der „Wohngruppen Unterer Markt“ nehmen an Reha-Sport teil


Einmal in der Woche besuchen einige Klienten der „Wohngruppen Unterer Markt“ den Aktiv Gesundheitspark Neunkirchen. Eigentlich beginnt das Sportprogramm für die Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen schon auf dem Weg dorthin, denn gefühlte 1.000 Treppenstufen sind bis in die Vogelstraße zu besteigen. Angekommen lassen sich die ersten Teilnehmer bereits ihren Fitnesspass abstempeln. Diese Teilnehmerkarten hat Sozialarbeiterin Laura Schaubitzer, die die Klienten im Unteren Markt betreut und auch zum Sport begleitet, gebastelt: „Der Fitnesspass soll motivieren, denn die Klienten dokumentieren damit ihre Teilnahme und wer zehn Stempel geschafft hat, bekommt eine kleine Überraschung.“ Nach dem Umziehen sammeln sich die Klienten mit anderen Teilnehmern einer Wohngruppe des ASB im Gymastikraum. Es dauert nicht lange und Trainerin Johanna Lauer kommt herein. Sie ist Sport- und Fitnesskauffrau, hat eine Zusatzausbildung im Reha-Sport absolviert und hier auch eine Fortbildung zu Reha-Kursen mit Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen gemacht. So gibt es von keiner Seite Berührungsängste, es herrscht eine angenehme Atmosphäre und das Training beginnt. Zunächst ist Aufwärmen angesagt. Die verschiedenen Geh- und Laufübungen zu flotter Musik kommen bei den Teilnehmern gut an. Danach werden die Muskeln trainiert. Mit einer Zwei-Kilogrammstange macht Johanna Lauer die Übungen vor und überprüft dann, ob jeder die richtige Haltung einnimmt. „Wir bauen hierbei nicht nur langsam und gezielt Muskeln auf, sondern die Übungen sind auch gut für die Gelenke“, erklärt sie. Neben Schulter- und Nackenpartie, werden auch Rücken und Waden gezielt trainiert. Zum Abschluss wird sich noch einmal gedehnt, um dem Muskelkater zu entkommen. Nach 45 Minuten sind die Teilnehmer müde, aber sie können einen kleinen Erfolg verbuchen. „Sport wirkt sich positiv auf das psychische Wohlbefinden aus“, sagt Laura Schaubitzer und das merke sie den Klienten, die regelmäßig ins Training gehen auch an. Einer Dame aus dem Unteren Markt macht es so viel Spaß, dass sie nun sogar eigenständig ins Fitnessstudio geht. „Zwei bis dreimal die Woche – das tut mir gut“, lacht sie schüchtern. Stolz zeigt sie ihren Fitnesspass, in dem schon einige Stempel zu sehen sind. Da wartet bald eine Überraschung auf sie.



Zwei Klientinnen des Unteren Marktes bei den Aufwärm-Übungen.


Stolz zeigen die Klienten ihren Fitness-Pass. Auf diejenige, die zehn Stempel gesammelt haben, wartetet schon bald eine kleine Überraschung.