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01.10.2014

Zum Jubiläum in die Innenstadt

Fachdienst seit 10 Jahren tätig


Seit 10 Jahren ist der „Fachdienst Selbstbestimmtes Wohnen“ des Schwesternverbandes mit aufsuchenden Angeboten für Menschen mit Behinderung tätig. Pünktlich zu diesem Jubiläum bezogen die Mitarbeiter am Standort Merzig ein neues Büro in der Innenstadt.

Die Betreuung, Unterstützung und Begleitung von Menschen mit geistiger, körperlicher und/oder psychischer Behinderung sowie Suchtmittelabhängigkeiten sind die Aufgaben der Mitarbeiter des Fachdienstes. Sie ermöglichen den Menschen ein eigenständiges Leben im gewohnten Umfeld, in einer eigenen Wohnung. Insgesamt werden vom Schwesternverband an fünf Standorten 120 Klienten durch dem Fachdienst begleitet; allein im Landkreis Merzig-Wandern und Saarlouis sind es 71. Neben Merzig ist der Schwesternverband mit seinem ambulanten Angebot auch in Ottweiler, Eppelborn, Saarbrücken und im Nachbarbundesland Rheinland-Pfalz, im Kreis Birkenfeld tätig. „Wir beraten, fördern, motivieren und geben Anleitung in unterschiedlichen Lebensbereichen“, fasst die Leiterin Diana Dintinger das Aufgabenspektrum der Mitarbeiter zusammen: „Wir geben so Hilfe, ein selbständiges Leben zu führen, mit dem Ziel, dass unsere Hilfe irgendwann nicht mehr benötigt wird.“ Im Einzelnen geht es bei der dem Unterstützungsangebot z.B. um Hilfe bei der Wohnungssuche,  Tipps zur Gestaltung und Pflege der Wohnung, gemeinsame Einkäufe, Behördengänge, Arztbesuche, Unterstützung bei der Suche nach Beschäftigung, beim Kochen oder finanziellen Angelegenheiten sowie Schriftverkehr mit Behörden.

Nach der Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden des Schwesternverbandes Thomas Dane, gratulierte zum Jubiläum auch Staatssekretär a.D. Gerhard Wack, der sich als Aufsichtsratsvorsitzender im Schwesternverband engagiert. Danach folgte ein besonderer Programmpunkt. Hans-Dieter Harf trug Gedichte seiner Ehefrau Marion Fuhr vor, die diese gerade in einem Gedichtband veröffentlicht hat. Marion Fuhr, die ebenfalls vom Fachdienst betreut wird, verarbeitet ihre jahrelange psychiatrische Erkrankung in Gedichten. In diesem Jahr gelang ihr  die Herausgabe eines Gedichtbandes mit dem Titel „So wie Du“ beim „united p.c.“-Verlag. Marion Fuhr möchte mit der Veröffentlichung anderen Betroffenen Mut machen. Da es ihr krankheitsbedingt nicht möglich ist, vor einem Publikum zu sprechen, wurden drei ihrer Gedichte beim Jubiläum von Ehemann Hans-Dieter Harf vorgetragen.



v.l.n.r. Diana Dintinger, Thomas Dane und Gerhard Wack


Hans-Dieter Harf trug Gedichte aus dem Band seiner Ehefrau Marion Fuhr vor.