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26.08.2015

Wetteifern bei Spiel und Sport

Inklusives Feriensportcamp in Schwemlingen


„Tooor, Toor, Tor“ schallte es aus den verschiedensten Kehlen, als beim Hockey-Turnier oder beim Torwand-Schießen Treffer gelandet wurden. Denn am Dienstag, 18. August, war auf dem Vorplatz der „Laurentiushöhe“ ein Aktionstag im Rahmen des 1. Merziger Feriensportcamps angesagt. Und an diesem Vormittag war der Gedanke der Inklusion ganz groß geschrieben, denn es wetteiferten zwanzig zehn- bis zwölfjährige Kinder aus Merzig und Umgebung gemeinsam mit etwa 30 Bewohnern der „Laurentiushöhe“ in spielerisch-sportlichen Disziplinen. In acht Parcours, die zu durchlaufen waren, mussten - in der Regel im Wettstreit - auf Laufzetteln möglichst viele Punkte gesammelt werden.

Hintergrund dieses „joint-venture“ war die Anfrage des Jugend- und Sportdezernats der Stadt Merzig an das Familienbündnis, ob es nicht das erste für die Sommerferien geplante Feriensportcamp aktiv unterstützen wolle. In diesem Zusammenhang kam Benedikt Heselhaus, einem der beiden Vorsitzenden des Familienbündnisses und zugleich Mitarbeiter im Case-Management der „Laurentiushöhe“, die Idee, einen Vormittag im Rahmen dieses Camps als Inklusive Sportveranstaltung anzubieten und entsprechend zu gestalten. Dies wurde seitens der Verantwortlichen dankend aufgenommen und auch seitens der „Laurentiushöhe“ sehr begrüßt. Wie wichtig selbst der Sozialpolitik dieses inklusive Event war, zeigt sich darin, dass auch das Sozialministerium aktives Interesse bekundete; denn es war sogar der Besuch von Ministerin Bachmann ins Auge gefasst worden. Da sie kurzfristig verhindert war, sprang die stellvertretende Abteilungsleiterin für den Bereich Inklusion, Frau Stabel-Franz ein, die das Fest auch offiziell eröffnete.

In der Zeit zwischen 8:30 Uhr und 11:30 Uhr mussten von allen Teilnehmenden in Parcours-Form verschiedene Disziplinen gemeistert werden. U.a. ging es neben den beiden o.g. Sparten noch um Beach-Badminton, Soft-Dart-Ball, Tischtennis, Soft-Frisbee, Dosenwurf sowie einen Rollstuhlfahrerparcours. Anbieter und Begleiter sowie Unterstützer bei den einzelnen Stationen waren vor allem die Bewohner und auch Mitarbeiter der Arbeitstherapien der „Laurentiushöhe“.Als zum Schluss der Veranstaltung die Laufzettel eingesammelt und die Punkte ausgezählt waren, konnte bei der Siegerehrung allen Teilnehmenden ein kleines Präsent sowie eine Teilnahmeurkunde ausgehändigt werden. Denn es ging ja nicht um das Gewinnen oder Verlieren, sondern um das Motto „Dabei sein ist alles…“. In diesem Teamgeist klang dieser inklusive Vormittag dann auch bei einem gemeinsamen Mittagessen in der Cafeteria der „Laurentiushöhe“ aus.

 

 



Viel los war beim 1. Feriensportcamp rund um die "Laurentiushöhe".


Frau Stabel-Franz vom Sozialministerium (2.v.r.) eröffnete das Sportfest und wurde von Einrichtungsleiterin Ruth Klein (2.v.l.) und den Mitarbeitern Benedikt Heselhaus (rechts) und Jens Muno (links) begrüßt.