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17.06.2014

„Gemeinsam leben – Inklusion“

"Laurentiushöhe" stellt Dezentralisierungsstrategie bei Fachtagung vor


Um das Thema Inklusion drehten sich die Vorträge bei der Fachtagung in der Merziger Stadthalle, zu der die Landes Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung Saarland e.V.  zusammen mit dem saarländischen Sozialministerium, der Stadt Merzig und der „Laurentiushöhe“ eingeladen hatte.

Andreas Storm, Sozialminister für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie war ebenso wie der Bürgermeister der Kreisstadt Merzig, Marcus Hoffeld, gekommen, um die Wichtigkeit des Themas mit einem Grußwort zu unterstreichen. Neben Vorträgen zur Umsetzung der UN-Behindertenkonvention im Saarland sowie zum integrativen Schammatdorf in Trier, konnte sich auch die „Laurentiushöhe“ präsentieren. Einrichtungsleiterin Ruth Klein und Projektkoordinator der Dezentralisierung, Jens Muno, stellten vor, wie der Schwesternverband das Thema Inklusion anpackt und damit, wie  sich die „Laurentiushöhe“ in den nächsten Jahren verändern wird.

Die Komplexeinrichtung in Schwemlingen befindet sich nämlich in einem Prozess der „Dezentralisierung“, das heißt, sie wird gemeindenah, zielgruppenorientiert und kleinteilig neu aufgebaut. Von den momentanen 425 Plätzen in der „Laurentiushöhe“ sollen nur 154 am Standort im Haardter Weg übrig bleiben, für Menschen mit psychischen Behinderungen, z.T. mit Pflegebedarf. Für diese wird ein neues, modernes Haus auf dem Gelände gebaut. Für die anderen Klienten werden zielgruppenspezifische neue Einrichtungen in den Landkreisen Merzig-Wadern, Saarlouis und dem Regionalverband Saarbrücken entstehen. Dabei soll es sich um Kleinstwohnstätten mit max. 24 Plätzen oder um Angebote der dezentralen Heimversorgung handeln. 

Ziel ist es, den Klienten eine bessere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Die betreuenden Mitarbeiter werden die Klienten dabei in der Alltagspraxis unterstützen, helfen, sinngebende Beschäftigungen zu finden und auf ein selbstbestimmtes Wohnen und Leben hinarbeiten.