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29.11.2016

„Ein Neuanfang für Bewohner und Betreuungsteam“

Elke Regitz wechselt nach 32 Jahren ihren Einsatzort


Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Anfang Dezember ist es endlich soweit. Weitere 14 Bewohner der „Häuser im Eichenwäldchen“ werden von Ottweiler nach Neunkirchen in die Sämannstraße umziehen. Alle sind gespannt und schon voller Vorfreude auf den Umzug. Es wird gepackt und aussortiert, was braucht man noch, was nimmt man mit. So stehen bereits jetzt die Umzugskartons auf dem Bereich. Eine große Veränderung steht an für alle beteiligten Klienten, wie MitarbeiterInnen, so auch für Elke Regitz.
Die 51-jährige Heilerziehungspflegerin wird als Betreuungskraft nach Neunkirchen wechseln. Künftig wird sie an zwei Standorten tätig sein, in den „Wohngruppen Unterer Markt“, die sich bereits seit zwei Jahren in Neunkirchen befinden, und ab Dezember in den neuen „Wohngruppen Sämannstraße“.

Ihre Arbeit beim Schwesternverband, dem Träger der Einrichtungen, begonnen  hat Elke Regitz 1984 nach dem Schulabschluss mit einem Praktikum. Dem schloss sie die Ausbildung zur Krankenpflegehelferin in den „Häusern im Eichenwäldchen“, einer Einrichtung für Menschen mit verschiedenen Behinderungen, an. „Damals gab es für mich als Frau nur drei Ausbildungsmöglichkeiten: Einen Beruf im Büro, im Verkauf oder im Gesundheitswesen. Ich wollte nicht den ganzen Tag im Büro sitzen und auch nicht im Verkauf arbeiten. Also habe ich mich für einen pflegerischen Beruf entschieden“, erklärt Regitz die Beweggründe für ihre Berufswahl. „Eine Ausbildung im Gesundheitswesen war damals im Trend.“ Sie hat viele Freunde, die ebenfalls in der Branche arbeiten.
Elke Regitz kann sich noch gut an ihre erste Zeit in den „Häusern im Eichenwäldchen“ erinnern: „1984 war das Gebäude, in dem ich gearbeitet habe,  ein bunt eingerichteter Neubau.“ Auch das Team sei neu und groß gewesen. Das habe ihr gefallen. Allerdings konnte sie sich als junge Frau nicht vorstellen, ihr Leben lang in der Einrichtung zu arbeiten. Geblieben ist sie dann doch über drei Jahrzehnte und hat sich ständig fort- und weitergebildet, hat die Möglichkeiten, welche der Schwesternverband bietet, mit Interesse angenommen, weil es ihr wichtig war. So hat sie dann auch beim Schwesternverband die Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin sowie weitere sonderpädagogische Zusatzausbildungen absolviert. Bereut hat sie ihre Berufswahl nie.

Dem bevorstehenden Umzug und dem damit verbundenen Wechsel ihres Arbeitsplatzes steht sie positiv gegenüber: „Neunkirchen ist ja nicht so weit weg“, sagt Regitz, die in Steinbach wohnt. „Obwohl der Fahrtweg mit acht Kilometern etwas länger ist.“ Die Heilerziehungspflegerin pendelt schon jetzt zwischen zwei Einsatzorten: den „Häusern im Eichenwäldchen“ und den „Wohngruppen Unterer Markt“ in Neunkirchen. Hier leben seit 2014 ebenfalls Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Ab Dezember wird sie dann in wechselnden Schichten in beiden Neunkircher Wohngruppen des Schwesternverbands tätig sein.
Elke Regitz freut sich vor allem für die Bewohner, die künftig zentraler in der Kreisstadt leben werden und dadurch viel mehr Möglichkeiten und Freiräume erhalten. „Unsere Bewohner können nun beispielsweise einfach in die Stadt gehen und sich mit Bekannten treffen. Das war in Ottweiler durch die dezentrale Lage am Ortsrand nicht der Fall“. Auch die räumliche Situation verbessert sich, da den Bewohnern jeweils ein Einzelzimmer im Gebäude zur Verfügung steht. „Die Zimmer haben sich die Bewohner bereits ausgesucht und das ohne großen Streit“, lacht Regitz. Insgesamt sei es ein Neuanfang, sowohl für Bewohner, als auch für das Betreuungsteam. „Wir können in Zukunft viele neue Ideen ausprobieren“, freut sie sich. Vermissen wird sie ihre Kollegen und auch die anderen Bewohner der „Häuser im Eichenwäldchen“, die sie schon seit vielen Jahren kennt. Über die Jahre haben sich viele Freundschaften und Bekanntschaften entwickelt. „Aber man ist ja nicht aus der Welt. Ich werde immer mal wieder auch in Ottweiler sein.“

Die „Wohngruppen Sämannstraße“ sind ein weiterer Schritt im Dezentralisierungsprozess der „Häuser im Eichenwäldchen“.  Klicken Sie hier für mehr Infos zu den Hintergründen:

 

 

 



Elke Regitz freut sich auf den Umzug nach Neunkirchen