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27.11.2017

Den Austausch fördern

Förderkreis des Haus Hubwald seit über 30 Jahren aktiv


Der Förderkreis des Haus Hubwald in Eppelborn-Habach ist genauso alt wie die Einrichtung für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen selbst.  Sogar noch vier Tage älter. Seit Mai 1984 unterstützt der gemeinnützige Verein das Haus auf vielfältige Weise. Unter Federführung des damaligen Bürgermeisters Karl Eckert gründete sich vier Tage vor Einweihung der Einrichtung der „Förderkreis für Kranke des Psychiatrischen Pflegeheims Eppelborn e.V.“. Seit der Namensänderung 2008 heißt er „Förderkreis Behindertenhilfe Haus Hubwald Eppelborn e.V.“.

Vorurteile abbauen und Kontakte aufbauen

„Damals herrschten noch in der Bevölkerung Vorurteile gegen Menschen mit Behinderung“, erzählt Wolfgang Braun, Vorsitzender des Förderkreises die Entstehungsgeschichte. „Diesen Vorurteilen wollten wir entgegenwirken und dafür Sorge tragen, dass die Bewohner in den Ort integriert werden.“
Dieses Vorhaben ist auch schnell gelungen. Heute engagieren sich zahlreiche Ehrenamtliche, es gibt Bürgerfrühstücke, Sommer-, St. Martins- und Adventsfeste, die auch von den Menschen aus den umliegenden Ortschaften gut besucht werden. „Inklusion fördern ist hier das Stichwort“, meint Braun. „Zwischen den Habachern und den fitten Bewohner herrscht ein gutes Verhältnis. Die Bewohner sind im Ort bekannt, der Kontakt ist gut.“ Die Ehrenamtlichen stellen insbesondere den Kontakt zum Gemeinwesen her: zum Karnevalsverein, dem Kirchenchor, dem Musikverein, etc. „Bei der Martinsfeier sind die Freiwillige Feuerwehr Habach, der Musikverein und der Edeka-Markt Wiesbach mit dabei“, erklärt der Vorsitzende die Tradition.

Gemeinsam mit Einrichtungsleiter Ulrich Kaiser sucht der Verein nach geeigneten Projekten, die gefördert werden sollen. „Das Leitungsteam weiß am besten, was benötigt wird und wie wir unterstützen können“, so Braun. Der Förderkreis kümmert sich dann um die Finanzierung. Diese besteht neben den Mitgliedsbeiträgen auch aus Geldauflagen von Amtsgerichten. Es werden auch Sponsoren gesucht, die Projekte finanzieren. Aktuell übernimmt die Saarland-Sporttoto GmbH die Kosten für die Anschaffung einer Nestschaukel für die Bewohner.
Andere vom Verein finanziert bzw. bezuschusste Projekte sind beispielsweise die Musiktherapie und die Besuchshund-Therapie für Bewohner, Ferienfreizeiten und Präsente für die Mitarbeiter der Nachtwachen an den Weihnachtsfeiertagen. In der Bewegungshalle der Einrichtung steht dank der Unterstützung ein Halbliege-Ergometer zur Verfügung. Außerdem ist als Erinnerungsort ist eine Gedenkstätte für verstorbene Bewohner auf dem Gelände errichtet worden. 2017 sind insgesamt rund 20.000 Euro für Therapie- und Fördermaßnahmen verwendet worden.
Natürlich wird auch die praktische Hilfe großgeschrieben. Viele Mitglieder wirken tatkräftig bei Veranstaltungen mit, backen Kuchen oder Helfen beim Ausschank von Getränken. Durch das handwerkliche Geschick einiger Mitglieder konnten die Sitzbänke am Rundweg im vergangenen Jahr renoviert worden.
Heute engagieren sich etwa 135 Frauen und Männer im Förderkreis. „Wir können die Zahl der Mitglieder über die Jahre konstant halten. Es kommen zum Glück immer wieder jüngere Leute nach“, freut sich der 75-Jährige. Mitglieder sind nur nicht nur Bürger aus Eppelborn und den Ortsteilen, sondern auch viele Mitarbeiter und Angehörige von Bewohnern.
Die Möglichkeiten sich zu engagieren sind vielseitig. „Als Dankeschön für die freiwillige Arbeit besuchen wir gemeinsam mit ihnen ein Weihnachtskonzert“, sagte Braun, der neben dem Vorsitz des Förderkreises auch noch in der Kirchengemeinde Eppelborn aktiv ist. „Denn ohne das persönliche und finanzielle Engagement wäre vieles nicht realisierbar“.



Der aktuelle Vorstand des Förderkreises.