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Fasziniert von der Erfahrung - Egon Weißmann feiert 40-jähriges Dienstjubiläum

Seit 40 Jahren arbeitet Egon Weißmann im „Haus am Schachenwald“, eine Pflegeeinrichtung für Senioren des Schwesternverbandes, in Waldmohr. Dafür dankte ihm Einrichtungsleiterin Regina Müller und überreichte ein kleines Präsent.

„Alte Menschen hatten bei mir zuhause in der Familie einen sehr hohen Stellenwert, wurden geschätzt und ich war schon als Kind fasziniert von der Erfahrung und dem Wissen alter Menschen“, erzählt Egon Weißmann. Für ihn stand schon mit 16 Jahren fest, dass er gerne mit Senioren arbeiten möchte. Zunächst als Pflegevorschüler im Pflegeheim in Waldmohr tätig, lernte er in Ottweiler beim Schwesternverband den Beruf des Krankenpflegehelfers und absolvierte 1990 bis 1993 berufsbegleitend in Mannheim die Ausbildung zur Pflegefachkraft. Dem „Haus am Schachenwald“ ist er 40 Jahre lang treu geblieben, fühlt sich wohl im Akazienweg.
Zurückblicken kann er auf unzählige Erinnerungen und schöne Momente im „Haus am Schachenwald“; negative Seiten seines Berufes scheinen ihm nebensächlich: „Ich habe immer mit Freude in meinem Beruf gearbeitet, habe nie daran gedacht, aufzuhören oder umzuschulen“, sagt der 56-Jährige stolz. Früher sei es eine ganz andere Arbeit gewesen: „Als ich angefangen habe, war die Struktur der Häuser eine ganz andere, wir hatten keine Hilfsmittel, mussten alles mit Muskelkraft stemmen“, erinnert er sich: „Heute hat jeder Bewohner sein eigenes Zimmer mit Bad und wir Pfleger haben zum Beispiel Lifter und andere Hilfsmittel und Tricks, die uns die Arbeit erleichtern.“
Etwa neuneinhalb Jahre hat der Pfleger noch vor sich, bevor die Rente ansteht, aber da er nach 40 Jahren im Berufsleben immer noch motiviert ist und Spaß bei der Arbeit hat, blickt er mit Freude  in die Zukunft. Auf die Frage, was er sich wünscht, lacht er: „Ich möchte keine neue Chefin mehr.“ Ein Kompliment an Regina Müller, die die Einrichtung leitet und die es gerne an ihren Mitarbeiter zurück gibt: „Egon ist sehr kompetent und zuverlässig, er arbeitet gewissenhaft, ist flexibel und ist immer noch absolut engagiert. Er ist auch bei den Bewohnern sehr anerkannt und beliebt und immer da, wenn man ihn braucht.“ Anerkennung erhält er aber nicht nur von seinen Kollegen und Vorgesetzten, sondern auch von Angehörigen und das sind Momente, die ihm doch nahe gehen: „Wenn ich im Ort oder in den Nachbarorten von Angehörigen unserer Bewohner, oft noch nach Jahren, angesprochen werde und sie mir sagen, dass man sich gern an mich erinnert und dass sich der Bewohner wohl bei mir gefühlt hat, dann bin ich stolz und ich weiß, ich hab gute Arbeit geleistet.“ Eine solche Anerkennung vermisst der Altenpfleger allerdings seit 40 Jahren von der Gesellschaft und der Politik. „Ich wurde schon als Jugendlicher ausgelacht, weil ich Krankenpfleger werden wollte, und an dieser geringen Wertschätzung für unsere Arbeit hat sich leider noch nichts geändert, aber man darf die Hoffnung ja nicht aufgeben…“. 
Bedankt hat sich Leiterin Regina Müller bei dem Jubilar mit einem Präsentkorb, der mit allerlei Leckereien gefüllt war. Der Schwesternverband bedankt sich ebenfalls für das großartige Engagement!